Sicherheit · Google

Sicherheitsvorfälle bei Google Gemini

Bekannt gewordene Schwachstellen rund um Google Gemini, insbesondere über Prompt Injection.

Stand August 2026, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Alle beschriebenen Schwachstellen wurden nach Angaben von Google behoben.

August 2025

„Invitation Is All You Need“ – Angriff über Kalendereinladungen

Forschende zeigten, dass eine einzelne, präparierte Kalendereinladung ausreichte, um Gemini per Prompt Injection dazu zu bringen, E-Mails weiterzuleiten, Videostreams zu starten oder vernetzte Smart-Home-Geräte zu steuern.

Quelle: SafeBreach Labs, Veröffentlichung zur Black Hat USA (August 2025); Google Security Blog – security.googleblog.com

Januar 2026

Zugriff auf private Termindaten über Kalendereinladungen

Eine versteckte Anweisung im Beschreibungsfeld eines Kalendertermins konnte Gemini dazu bringen, bei einer späteren, ganz normalen Nutzeranfrage private Termindetails preiszugeben. Google bestätigte und behob die Schwachstelle.

Quelle: Sicherheitsforschung zu Prompt Injection in Gemini (2026); Google Security Blog – security.googleblog.com

2026

„GeminiJack“ – Zero-Click-Lücke in Gemini Enterprise

In Gemini Enterprise und Vertex AI Search reichte ein einfach geteiltes Dokument mit versteckten Anweisungen aus, damit Gemini bei einer späteren Suche automatisch Daten aus verbundenen Firmenquellen wie E-Mail, Kalender und Dokumenten abgreift.

Quelle: Veröffentlichung unabhängiger Sicherheitsforschung (2026); Google Cloud Security Bulletins – cloud.google.com

Fortlaufend

Grundproblem: Anweisungen in Inhalten statt in Anfragen

Weil Gemini tief mit Kalender, Mail und Dokumenten verbunden ist, kann es Text, der eigentlich nur Inhalt sein sollte, mit denselben Rechten wie eine echte Nutzeranfrage ausführen – die Grundlage aller genannten Vorfälle.

Quelle: OWASP Top 10 für LLM-Anwendungen, LLM01 Prompt Injection – owasp.org

Einordnung für Unternehmen

Die bekannten Schwachstellen bei Gemini beruhen fast durchgängig auf Prompt Injection über alltägliche Kanäle wie Kalendereinladungen oder geteilte Dokumente. Wichtig ist deshalb, welche Aktionen ein angebundener Assistent automatisch ausführen darf, und für sensible Aktionen eine zusätzliche Bestätigung zu verlangen.